Die AfD hat im Januar/Februar 2026 einen historischen Höchstwert von 27 Prozent in bundesweiten Umfragen erreicht und ist damit erstmals stärkste politische Kraft in Deutschland. Laut aktuellen Erhebungen mehrerer Meinungsforschungsinstitute liegt die Partei damit vor CDU/CSU, SPD und den Grünen. Parteichefin Alice Weidel sprach von einem „klaren Signal für politischen Wandel“ und führte das Ergebnis auf die Unzufriedenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit der Wirtschafts-, Migrations- und Energiepolitik der Bundesregierung zurück.
Politikwissenschaftler bewerten den Umfrageanstieg als Ausdruck tiefgreifender Verschiebungen in der deutschen Parteienlandschaft. Während die Regierungsparteien mit sinkenden Zustimmungswerten konfrontiert sind, gelingt es der AfD offenbar, Protestwähler ebenso wie bisherige Nichtwähler zu mobilisieren. Ob sich der Trend bis zur nächsten Bundestagswahl stabilisiert, bleibt jedoch offen, da Umfragen Momentaufnahmen sind und Koalitionsoptionen weiterhin eine entscheidende Rolle spielen dürften.